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Reizen

Das Reizen entscheidet, wer als Spielmacher allein antritt, und ein Reizwert ist ein Versprechen: mein Blatt ist mindestens so viel wert. Zu wissen, wann du passt und wann ein knappes Blatt trotzdem einen Reizwert wert ist, entscheidet das halbe Spiel, bevor eine Karte fällt.

Lies die offiziellen Reizregeln.

Schellen-Ass und Schellen-Zehn: einundzwanzig Augen, die du lieber nicht mit in einen Ramsch nimmst.

Wissen, wann du passt

Kommt dein Blatt nicht mal in die Nähe des niedrigsten Reizwerts, pass sofort. Das kostet nichts; einem Reizwert nachzujagen, den dein Blatt nicht hält, kostet im Verlust das Doppelte.

Zu viele Buben für Ramsch

Alle anderen haben gepasst, und nur du als Vorhand kannst das Spiel bei 18 noch übernehmen (Vorhandrecht), statt die Runde in einen Ramsch fallen zu lassen. Mit drei oder mehr Buben auf der Hand lohnt sich das auch bei knappem Blatt: genau diese Buben machen einen Ramsch für dich gefährlich.

Zu viele Augen für Ramsch

Dasselbe Vorhandrecht gilt bei 30 oder mehr Augen in Assen und Zehnen: zu viel Wert, um ihn im eigenen Stapel zu haben, falls du im Ramsch Stiche nehmen musst, wo die meisten Augen verlieren. Das Spiel bei 18 zu übernehmen nimmt dir dieses Risiko.

Auf Null reizen

Ein Blatt, das für Null wirklich sicher ist, braucht keine Absicherung. Reiz gleich bis zum tatsächlichen Wert, ohne vorher noch in den Skat schauen zu müssen.

Eine spekulative Null

Manchmal sieht ein Null-Blatt vielversprechend aus, ist aber nicht ganz sicher genug, um fest darauf zu reizen. Niedrig reizen (18, deutlich unter dem eigentlichen Wert) verschafft einen Blick in den Skat: hilft er, spielst du trotzdem Null; hilft er nicht, hast du weniger riskiert.